Transsexualität ist ein komplexes Thema, das in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Die Frage der Transsexualität berührt grundlegende Aspekte der menschlichen Identität und des Körpers. Humanistische und wissenschaftliche Ansätze sehen den Menschen als untrennbare Einheit. Sein biologisches Geschlecht, festgelegt durch die Chromosomen, bildet dabei die natürliche Grundlage des Daseins. Diese binäre Ordnung ist nicht willkürlich, sondern Teil der biologischen Realität, die durch Evolution und Genetik geprägt ist. Geschlechtsdysphorie – das Gefühl, im falschen Körper zu stecken – kann als innerer Konflikt verstanden werden, der durch psychische und soziale Faktoren beeinflusst wird. Die Lösung liegt nicht in einer Ablehnung des eigenen Körpers, sondern in der Akzeptanz und Unterstützung, die hilft, eine gesunde Identität zu entwickeln.
Leider fördert die moderne Gesellschaft oft den Weg der „Transition“ – sei es durch hormonelle Therapien oder operative Eingriffe –, als ob diese der einzig gangbare Pfad zur Heilung sei. Dies birgt jedoch erhebliche Risiken für Körper und Seele. Hormonelle Therapien, die eine Umkehrung des natürlichen Hormonhaushalts bewirken, können schwerwiegende Komplikationen verursachen. Hierzu zählen insbesondere venöse Thrombosen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle sowie ein erhöhtes Krebsrisiko. Operative Eingriffe bergen zudem irreversible Schäden wie Harnröhrenstenosen, Fisteln und anhaltende Schmerzen, die das Leben nachhaltig belasten. Diese physischen Risiken sind nicht abstrakt. Studien zeigen, dass sie die Lebensqualität mindern und zu einer Abhängigkeit von medizinischen Interventionen führen können.
Noch gravierender sind die psychischen Folgen. Während einige kurzfristig eine Linderung empfinden, deuten Langzeitstudien auf eine Verschlechterung hin: Stimmungsstörungen, Angst und Depressionen können sich verschärfen, und das Risiko suizidaler Gedanken bleibt hoch. Die Korrektur einer einflussreichen Studie ergab, dass gender-affirmierende Maßnahmen keinen nachweisbaren positiven Effekt auf die psychische Gesundheit haben. Die Neubewertung zeigte zudem, dass geschlechtsangleichende Operationen keinen signifikanten Vorteil bezüglich nachfolgender Arztbesuche bei Stimmungs- oder Angststörungen, Verschreibungen oder Hospitalisierungen nach Suizidversuchen bieten.
Der gesellschaftliche Druck von Allies: Wohlmeinend, aber schädlich?
In der Debatte um Geschlechtsidentität wird oft übersehen, wie stark der gesellschaftliche Druck von sogenannten “Allies” – also Verbündeten aus der LGBTQ+-Community, Freunden, Familie oder Online-Netzwerken – Betroffene in Richtung harter Transition-Therapien drängt. Diese Unterstützer, die sich als hilfreich positionieren, handeln häufig aus gutem Willen, doch ihre Ermutigung zu Hormontherapien oder operativen Eingriffen basiert auf Unwissenheit oder Ignoranz über die komplexe mentale Ausnahmesituation von Menschen mit Geschlechtsidentitätsstörung. Viele Allies betrachten Transition als universelle Lösung, ohne die langfristigen Risiken zu bedenken, obwohl sie nicht mit den nuancierten psychischen Realitäten vertraut sind. Denn diese Dysphorie tritt meist nicht isoliert auf, sondern wird von komorbiden Störungen wie Depressionen, Angst oder Traumata ausgelöst, begleitet und verstärkt. Allies. Dies führt zu einer gefährlichen Dynamik, in der Betroffene, die bereits vulnerabel sind, in eine Richtung gedrängt werden, die irreversible Schäden verursacht.
Ein zentraler Faktor ist das gesellschaftlich normalisierte “People-Pleasing”: In einer Kultur, die Toleranz und Affirmation als höchste Tugend feiert, fühlen sich viele Betroffene verpflichtet, den Erwartungen ihrer Umgebung zu entsprechen. Allies, die suggerieren, sie würden die Transition ihrer Bekannten unterstützen, ohne die zugrunde liegenden psychischen Konflikte zu ergründen, verstärken diesen Druck. Detransitioner berichten häufig, dass sie sich in sozialen Kreisen isoliert fühlten, wenn sie Zweifel äußerten. Die trans-Bewegung und ihre Unterstützer schufen eine Atmosphäre, in der Skepsis als “transphob” abgetan wurde. Eine Detransitionerin beschreibt, wie sie zwischen der trans-Community und konservativen Kreisen gefangen war, wo Allies sie zu einer schnellen Transition drängten, ohne Raum für Erkundung zu lassen. Ähnlich teilt Prisha Mosley, eine prominente Detrans-Kämpferin, dass ihre Berater und Umfeld sie in den Glauben versetzten, Transition sei lebensrettend, statt ihre schweren mentalen Probleme anzugehen – ein Druck, der von Ärzten und sozialen Netzwerken gleichermaßen kam.
Eine weitere Persönliche Geschichten unterstreichen diese Dynamik: Chloe Cole, die mit 12 Jahren sozial transitionierte und mit 15 eine Mastektomie durchfuhr, spricht von einem System, das sie und ihre Familie durch Drohungen mit Suizid in die Transition zwang, oft verstärkt durch wohlmeinende Allies, die Affirmation als Einzige Lösung propagierten. Eine andere Betroffene, die 13 Jahre als Mann lebte, berichtet, wie der Enthusiasmus ihrer Unterstützer – getrieben von Ignoranz über ihre Trauma-Hintergründe – sie zu Hormonen und Operationen trieb, was später zu tiefer Reue führte. In einer qualitativen Studie zu Detransition-Erfahrungen äußern viele, dass der soziale Druck von Freunden und Community-Mitgliedern die Entscheidung beschleunigte, ohne ausreichende psychotherapeutische Begleitung. Sogar in Online-Foren und X-Posts (ehemals Twitter) teilen Detransitioner wie Laura Becker, dass Empfehlungsschreiben für Operationen trotz Suizidalität und Instabilität von “Allies” in Form von Therapeuten und Aktivisten kamen, die den Druck auf “affirmierende” Schritte ausübten.
Dieser gesellschaftliche Druck ist besonders heimtückisch, weil er als Unterstützung getarnt ist. Viele Allies handeln aus Angst vor Vorwürfen der Intoleranz oder aus einem simplen Verständnis von Geschlechtsdysphorie als reinem “falschem Körper”-Gefühl, ignorieren aber, dass bis zu 80 % der Jugendlichen ohne medizinische Intervention zu ihrem biologischen Geschlecht zurückfinden. People-Pleasing verstärkt das: Betroffene wollen dazugehören, Lob für ihren “Mut” ernten und vermeiden Konflikte, was zu hastigen Schritten führt. Die Folgen sind verheerend – chronische Schmerzen, Infertilität, Suizidrisiken und eine erneute Identitätskrise bei Detransition.
Besonders alarmierend ist das anhaltend hohe Suizidrisiko: Eine Analyse von über 90.000 Personen in Florida ergab, dass Patienten nach gender-affirmierender Chirurgie ein 12,12-fach erhöhtes Risiko für Suizidversuche aufwiesen (3,47 % vs. 0,29 % im Vergleich zu trans Personen ohne Operation). Eine weitere dänische Kohortenstudie aus 2023 bestätigte, dass das Suizidrisiko nach solchen Eingriffen bis zu 19-mal höher sein kann als in der Allgemeinbevölkerung, und dies trotz der Intervention. Langfristig – 10 bis 15 Jahre nach der Transition – steigt die Suizidrate sogar auf das 20-Fache im Vergleich zu nicht-operierten Personen, was auf eine fehlende nachhaltige Stabilisierung der Psyche hindeutet. Diese Befunde unterstreichen, dass Transition nicht die versprochene “Heilung” bietet, sondern manchmal zu einer Verschiebung des Leids führt: Die Euphorie der Veränderung weicht Reue, Identitätskrisen oder einer Abhängigkeit von weiterer medizinischer Unterstützung.
Was können wir als Gesellschaft tun, um den Betroffenen zu helfen?
Die Gesellschaft hat hier eine Verantwortung: Statt Betroffene in eine Richtung zu drängen, die schädlich und unnötig ist, sollten wir lehren, dass jeder Mensch wertvoll ist, genau so, wie er geboren wurde. Das bedeutet, Geschlechtsdysphorie ernst zu nehmen – durch Beratung, Therapie und soziale Unterstützung –, aber nicht durch Affirmation von Illusionen zu täuschen. Transition ist nicht der Weg zur Freiheit, sondern oft ein Pfad zu weiterem Leid. Stattdessen laden wir ein, die eigene Identität zu entdecken: geliebt, wertvoll und vollständig, unabhängig vom Körper.In einer Welt, die Identitäten vermischt, erinnern wir daran: Du bist gut, so wie du bist. Lass uns als Gesellschaft diesen Menschen mit Mitgefühl begegnen und sie zu einer Heilung führen, die nachhaltig wirkt.
Quellen:
- Correction of a Key Study: No Evidence of “Gender-Affirming Surgery” Benefit (SEGM, 2020) – https://segm.org/ajp_correction_2020
- Correction to Bränström and Pachankis (Psychiatry Online, 2020) – https://psychiatryonline.org/doi/10.1176/appi.ajp.2020.1778correction
- Risk of Suicide and Self-Harm Following Gender-Affirmation Surgery (PMC, 2024) – https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11063965/
- Suicide-Related Outcomes Following Gender-Affirming Treatment (PMC, 2023) – https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10027312/
- Sex Reassignment Doesn’t Work. Here Is the Evidence. (Heritage Foundation, 2018) – https://www.heritage.org/gender/commentary/sex-reassignment-doesnt-work-here-the-evidence
- Gender detransition: A critical review of the literature (PMC, 2024) – https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10803846/
- Detransition Among Transgender and Gender-Diverse People (Oxford Academic, 2022) – https://academic.oup.com/jcem/article/107/10/e4261/6604653
- The Tiny Percentage of Trans People Who “Detransition” (Them.us, 2025) – https://www.them.us/story/trans-americans-transition-survey-transphobia
- Accurate transition regret and detransition rates are unknown (SEGM, 2023) – https://segm.org/regret-detransition-rate-unknown
- A Trans Researcher’s Pursuit of Better Data on Detransition (NY Times, 2024) – https://www.nytimes.com/2024/10/26/health/kinnon-mackinnon-detransition-research.html